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Vivien Heyer

Junge Gemeinde Redakteurin Elisabeth Wanek im Gespräch mit Vivien Heyer, einer hochaktiven ehrenamtlichen EJ-Mitarbeiterin über ihren Weg innerhalb der EJÖ von der jungen Konfi-Mitarbeiterin bis in den Burgrat aktuell.

Über ihr Engagement, ihre Erlebnisse in der EJÖ, ihren Glauben und Benefits der ehrenamtlichen Arbeit ...

JG: Was hat dich bewegt dich in der Evangelischen Jugend zu engagieren? In welchen Bereichen bist bzw. warst du aktiv?

VH: Ich wurde nach meiner eigenen Konfirmation von dem neuen Pfarrer unserer Kirche in Neunkirchen gefragt, ob ich mir vorstellen könnte als Konfi Betreuerin mitzuhelfen und anscheinend konnte ich es mir vorstellen ^^ - ist leider schon lange Zeit her, sodass ich mich genau erinnern könnte. Eine meiner Freundinnen ist entweder in dem oder dem Jahrgang darauf konfirmiert worden. Ich glaube das war auch eine Motivation für mich. Außerdem wurde dann eine Kinderfreizeit auf der Burg Finstergrün ins Leben gerufen und bei der habe ich gerne mitgeholfen. Seitdem bin ich auf Freizeiten mitgefahren und habe auch bis zum letzten Jahr Konfirmand:innen betreut.

Ich war Konfi-Betreuerin, Freizeit-Betreuerin/Organisatorin, Veranstaltungs- und Mitorganisatorin von Unique is for everyone, Co-Jugendleiterin in Ottakring, Teil des Burgrats der Burg Finstergrün und gehe meinen ehrenamtlichen Tätigkeiten auf der Burg Finstergrün auch heute noch nach.

JG: Welche Erlebnisse haben dich geprägt? Möchtest du ein Erlebnis mit uns teilen?

VH: Ich denke es gibt viele einzelne Erlebnisse, an denen ich gelernt habe mit Jugendlichen umzugehen und ihnen entgegenzukommen. Viele meiner heutigen guten Freund:innen habe ich in meinen jungen Jahren als Betreuerin kennengelernt und dadurch sind sehr schöne Freundschaften entstanden, die ich nicht missen möchte. Außerdem habe ich auf meiner ersten Freizeit auf der Burg einen sehr sympathischen jungen Betreuer einer anderen Gruppe kennengelernt, den ich bis heute meinen (festen) Freund/Lebenspartner nennen darf und ich denke das hat mich sehr geprägt und gebunden :-)

Überhaupt denke ich das Treffen auf unterschiedliche Menschen unterschiedlichen Alters und mit ihnen in den Austausch zu kommen, sind einfach Erlebnisse, die man sich mitnimmt. Auch die Verantwortung für eine Gruppe an Menschen oder für das Programm in den Wochen der Freizeit zu haben, hat sicher zu meiner Entwicklung zu einer erwachsenen Frau beigetragen.

JG: Welche Rolle spielte dein Glaube bei der Arbeit mit jungen Menschen?

VH: Mein Glaube hat eigentlich kaum eine große Rolle gespielt. Ich bin da auch eher verschlossener bzw. ist es für mich ein sehr privates Thema. Bei der Konfi-Arbeit sind mir aber oft Kinder begegnet, die sich hauptsächlich aufgrund des Wunsches ihrer Familie konfirmieren haben lassen. Meist hatten sie selbst Schwierigkeiten ihren Glauben zu finden/haben und mit ihnen habe ich immer versucht Aspekte zu finden, mit denen sie sich auch identifizieren können und hinter denen sie stehen können. Am wichtigsten war mir persönlich ihnen die Freude einer Gemeinschaft, die man finden und erleben kann, wenn man sich darauf einlässt, zu vermitteln und weiterzugeben.

JG: Hast du dir von dieser ehrenamtlichen Tätigkeit für dein heutiges Berufsleben etwas mitnehmen können? Wenn ja, was?

VH: Nun ja, haha ich bin Lehrerin^^ also ja. Mein Studium hat mich nicht ansatzweise auf den Beruf vorbereitet. Die jahrelange Jugendarbeit sehr wohl, da ich dort lernen konnte mit Kindern und Jugendlichen umzugehen, auf sie einzugehen, mich auf sie einzulassen, für sie da zu sein und Konflikte zu lösen. Weiters hat mir der Grundkurs für Kinder- und Jugendarbeit von WienXtra, auf den ich durch meine ehrenamtliche Tätigkeit bei der Evangelischen Jugend gestoßen bin, diesbezüglich in Theorie und Praxis viel geholfen.

JG: "Sola Scriptura" war das Motto von Martin Luther. Der Bibel wird in der Evangelischen Kirche eine besondere Bedeutung zuteil. Hast du ein Lieblingszitat?

VH: Nein ich habe kein Lieblingszitat. Ich kann die Bibel gar nicht zitieren. Der einzige Spruch, den ich mir je gemerkt habe, war mein Konfi-Spruch und ich weiß leider nicht einmal, wo er steht. 

"Ich vermag alles durch den der mich mächtig macht, Christus." 

Und da mir dieser Spruch so picken geblieben ist, war es mir auch immer sehr wichtig passende, motivierende und auf die Person angepasste Konfirmationssprüche auszuwählen.

JG: Zum Abschluss: mit welchen drei Worten würdest du deine Zeit in der EJÖ zusammenfassen?

VH: Menschen, Abenteuer und Freude